Rund um den Kühkopf


Die Regatta „Rund-um-den-Kühkopf“ am Fronleichnams-Tag ist ein fester Termin im Kalender der Nassovia Höchst.
Wie auch in den letzten Jahren war das Wetter wieder optimal: Sonnenschein und noch nicht zu heiß. Auch der Wasserstand des Neu- und Altrheins war auch noch optimal – hätte die Regatta einige Wochen später stattgefunden, so hätte das Hochwasser ein Gelingen verhindert.

 

Die Nassovia war mit zwei Booten an den Start gegangen, jeweils in Renngemeinschaft mit dem FRG Nied.
Das erste Boot war mit Rüdiger Dingeldey, Stefan Ehrhard, Bernd Ravens, Detlef Glitsch und Daniela Groß als Steuerfrau besetzt. Das zweite Boot mit Wolfgang Becker, Martin Monshausen, Hubert Stamm, Dagmar Hübner und Anette Schamps.

 

Die Regatta kann in verschiedenen Boots-Klassen gefahren werden: im Renn-Einer, Renn-Zweier, Gig-Dreier oder Gig-Vierer.
Unsere beiden Boote gingen als Gig-Vierer an den Start.

 

Das erste Boot ging zuerst auf’s Wasser, wärmte sich jedoch länger auf, wie das zweite Boot später merken würde. Zusammen mit einem Renn-Zweier ging das zweite Boot an den Start. Wir hätten erwartet, dass uns der Renn-Zweier relativ schnell auf dem ruhigen Altrhein einholen würde, wir konnten das Rennboot jedoch über die ganze Strecke hinter uns halten.
Da der Renn-Zweier sein Rennen mit GoPro-Video-Kamera filmte, sprachen wir später von unserem Kamera-Boot.

 

Bis zur Wende vom Alt-Rhein auf dem Neu-Rhein hatte sich dann noch ein weiterer Renn-Zweier an uns und unser Kamera-Boot angenähert und ein Gig-Vierer – unsere Kameraden aus dem ersten Boot.

 

Der Neu-Rhein wird bei der Regatta gegen die Strömung gerudert, ist welliger und es gibt keine Schifffahrtssperre während der Regatta.
All dies führt dazu, dass wir uns auf dem Neu-Rhein von den Renn-Zweiern absetzen konnten, die mit den Wellen und der Strömung zu kämpfen hatten.

 

Der Gig-Vierer mit Rüdiger kam jedoch langsam, aber stetig näher. Auch dank aggressiverer Steuermanöver – einmal dachten wir, die anderen würden gegen eine Buhne fahren – gelang es dem anderen Boot dann uns kurz vor der Einfahrt in den Altrhein zu überholen.

 

Die Einfahrt in den Altrhein ist sehr eng und kommt abrupt, hat man diese geschafft, wird man jedoch mit ruhigem Fahrwasser mit schiebender Strömung belohnt.
War das Rudern auf dem Neurhein noch ein, verwandelt sich die Fahrt auf dem Altrhein in ein flottes Tempo.
Auch dank der Kilometerangaben unserer Steuerfrau Anette flogen die Kilometer nur so dahin.

 

 

Im Ziel – wir hatten beide Renn-Zweier gehalten – kamen wir über-glücklich aber auch etwas erschöpft an und wurden vom ersten Boot begrüßt, welches nur wenige Minuten vor uns angekommen war.

 

 

Bis zur Siegerehrung waren es noch einige Stunden, die wir nutzten, um unsere Boote abzuriggern, zu duschen und uns an kühlen Getränken und leckerem Essen unserer Gastgeber des Ruderclubs Darmstadt zu erfrischen.

 

Bei den Vierern gewann erwartungsgemäß das erste Boot, wir vom zweiten Boot wurden jedoch gute Dritte knapp hinter der starken Rudergemeinschaft aus Karlsruhe/Kitzingen/Ulm. Bei einem Teilnehmerfeld von 27 Booten ist das ein sehr gutes Ergebnis.

Martin Monshausen