„Eigentlich“……..die 1.000 m von Offenbach Bürgel

Eigentlich haben wir die 1.000 Meter seit Duisburg 2012 gar nicht richtig trainiert.


Eigentlich fühlt sich mancher zu alt für das Gesprinte – aber eigentlich juckt es auch in den Fingern.


Eigentlich ist die Anlage an den neuen Riemen noch nicht optimal eingestellt.


Eigentlich ist die Mannschaft aus Speyer sehr stark vor allem auf 1.000 Meter.


Die Bedeutung von „eigentlich“ ist laut Duden „in Wirklichkeit im Unterschied zum äußeren Anschein“, oder auch „im Grunde, genau genommen; an und für sich“. Die Nutzung des Wortes eigentlich kennzeichnet einen meist halbherzigen, nicht überzeugenden Einwand, weist auf eine ursprüngliche, aber schon aufgegebene Absicht hin. Also: eigentlich sprach Einiges gegen einen Start in Offenbach-Bürgel über die 1.000 m-Distanz. Dennoch: das Masters-Team RC Nassovia Höchst / RG NIed trotzte den „Eigentlichs“ und machten es wahr, in dem das Training- unterbrochen von Kurzurlauben –in den letzten Wochen konzentriert angegangen wurde. Wolfgang Becker, Rüdiger Dingeldey, Stefan Ehrhard, Detlef Glitsch und Jenni Stefani als Steuerfrau mit den Ruderrecken Sascha Ravens, Konstantin Drews, Martin Wolters, Michael Schulz machten sich auf den Weg nach Bürgel. An dieser Stelle sei erwähnt, dass Jenni ihr Debüt an den Steuerseilen in einem Rennboot feierte. Nachdem wir unser Boot aufgeriggert hatten und uns noch an der Kuchentheke gestärkt hatten, ging es also aufs Wasser zum Warmfahren. Eine gewisse Anspannung lag in der Luft, was aber zu einer guten Rennvorbereitung auch dazu gehört.

Als wir am Startnarren festgemacht hatten, wich die Anspannung vollster Konzentration. Der Starter wies beide Boote daraufhin, die Blätter wegen der Strömung flach auf dem Wasser liegen zu lassen und sie nicht schon senkrecht zu versenken. Doch, wer hört schon auf den Schiedsrichter, wenn es um Zentelsekunden geht. Sobald der Starter das Kommando „Achtung“ gegeben hatte, drehten wir die Blätter auf und verankerten uns im Wasser. Mit einer 45er Schlagzahl setzten wir uns gleich mit den ersten Schlägen schon etwas von unserem einzigen Gegner aus Speyer/Mannheim ab. Nach den 20 Sprintschlägen hatten wir uns einen kleinen Vorsprung errudert und wechselten in unseren Streckenschlag. Kurz vor Streckenhälfte kam der Achter aus Speyer noch einmal auf, doch der Konzentrationsspurt zur Streckenhälfte zahlte sich aus und von diesem Zeitpunkt an bauten wir unseren Vorsprung immer weiter aus. Das Ziel erreichten wir als Sieger nach 2:50,22 Min. vor Speyer, die 2:58,86 Min. benötigten.


Anschließend gab es am Siegersteg die obligatorischen Radaddelchen und bei Bier und Steak schon die ein oder andere Technikanalyse. There is always room for improvement. Gibt es eigentlich noch mehr 1.000 m- Rennen dieses Jahr?. (SRav und RüDi)