DRV-Juniorenregatta München

Und mal wieder begibt sich die Jugendleistungsgruppe der Nassovia auf Reise. Diesmal geht es zur Internationalen Juniorenregatta nach München.

Bereits freitags mittags fahren Johannes, Maike, Jean-Baptiste, Björn und ich, sowie unsere Trainerin Christina Schott mit Hänger zur Olympiaregattastrecke in Oberschleißheim um dort abends noch eine Streckenbefahrung  zu machen und noch einmal in der jeweiligen Renngemeinschaft zu trainieren.

Dieses zögerte sich bis in den späten Abend hinein, sodass wir ziemlich ausgehungert und müde in unser Hotel fahren um dort einmal im dazugehörigen Restaurant die Schnitzel zu testen. Dies war leider nicht für jeden von uns fünf möglich. Die drei Jungs mussten ja am nächsten Morgen noch für ihre Leichtgewichts-Rennen auf die Waage und besonders Jean-Baptiste hatte eine hart erreichbare Gewichtsgrenze zu erfüllen.

Das Restaurant, wie eigentlich das ganze Hotel erwies sich für uns als abenteuerlich, wie z.B. die Unterbringung in einem 8-stöckigen Wohnhaus mit klappernden, of ausfallendem Aufzug, bei dem nur der 6. bzw. 7. Stock Hotelräume beinhaltete.

Besonders spannende was das Ausrechnen der Essensrechnung durch den Restaurantbesitzer. Es kannte die Preise nicht auswendig, vermutete deshalb des Öfteren und stimmte sie außerdem auf das verfügbare Wechselgeld in seinen Hostentaschen ab. So wurde es ein relativ billiger Restaurantbesuch für uns an diesem Abend. Danach fielen wir auch schon ziemlich müde ins Bett um am nächsten Morgen schon wieder mit einer fünf am Stundenzeiger aufzustehen. Für die drei Jungs hieß es dann eine Runde wachjoggen, wir zwei Mädels fuhren zur Regattastrecke und erledigten das Wachwerden mit einer kurzen Einheit im Vierer-ohne mit der Germania.

Mit dieser war dann auch gegen 10 Uhr das erste Nassoven-Rennen. Durch einen 3. Platz qualifizierten wir uns hierbei für das A-Finale, das wir später aber mit einem letzten Platz abgeschlossen haben. Wir konnten den harten Kampf um den 5. Platz gegen die Engländerinnen leider nicht für uns entscheiden.

Als nächstes fuhr Björn mit seiner Limburger-Renngemeinschaft und obwohl sie beim Warmrudern ihr Schwert verloren haben, konnten sie mit einem bärenstarken Endspurt, der sogar jeden Laien beeindrucken konnte, das schwere Rennen gewinnen.

Sonntag zeigten sie nicht nur, dass sie das Ergebnis vom Vortag wiederholen konnten, sondern bauten den Vorsprung zum zweiten Boot im Feld noch aus.

Jean-Baptiste begab sich später zum ersten Mal auf die 2000 Meter-Distanz und schaffte einen guten 4. Platz, den er am nächsten Tag jedoch noch wesentlich, trotz starker Gegner, verbessern konnte. Er kämpfte sich einen dritten Platz!

Johannes fuhr wie Björn ebenfalls eine Renngemeinschaft infolge des Hessenprojektes. Mit seinem Zweierpartner Merlin Seidenfaden erruderte er einen 4. Platz, doch das wollten beide nicht auf sich sitzen lassen und kämpften am nächsten Tag und erreichten den herausragenden 1. Platz mit der besten Zeit aller Läufe

Um den Renntag noch zu vervollständigen ruderten Björn und Johannes noch im Leichtgewichts-Junioren-B-Einer und zeigten dort ihr Können. Björn wurde zweiter in seinem Rennen und man konnte seiner Körperhaltung beim Endspurt ansehen wie ihn der Ehrgeiz alles zu geben übermannte.

Auch Johannes zeigte ebenfalls mit einem 2. Platz, dass er mit einer der besten leichten Skuller aus Deutschland ist.

Sonntags hatten Maike und ich ein spannendes Achter-Rennen mit dem Südteam-Achter gegen das Nordost-Team und das NRW-Team. Wir konnten unsere Führung bei 500m leider nicht beibehalten und mussten die starken A-Juniorinnen-Achter vorbeiziehen lassen.

So endete ein sehr anstrengendes und ermüdendes, aber wieder mal tolles, erlebnisreiches und gelungenes Wochenende und gegen halb fünf machten wir uns auf die Heimreise.

Vivien Leutz

 

Kreisblattartikel:http://www.kreisblatt.de/sport/main-taunus-kreis/Steinbach-Seidenfaden-rudern-die-beste-Zeit;art800,863450