Kleinbootüberprüfung Köln

Am letzten Wochenende der Osterferien, nach einem Trainingslager in Berlin, machte sich unsere Trainingsgruppe zur ersten Frühjahrsregatta auf, die eine wichtige Leistungsüberprüfung für die kommende Saison darstellt.

Während Björn, Johannes und Jean zur Regatta nach Mannheim fuhren und dort ihr Können gegen andere B-Junioren bzw. leichte A-Junioren unter Beweis stellten, fuhren Maike und ich zu den deutschen Kleinbootmeisterschaften nach Köln. In insgesamt drei 2000m – Rennen mussten wir hier gegen die 28 besten Zweier ohne/ Riemenzweier aus Deutschland antreten.

Den Anreisetag Freitag nutzten wir zunächst zum Aufriggern und einer Streckenbefahrung, um uns zum Einen nochmal in die höheren Schlagfrequenzen einzufahren, zum Anderen aber auch, um die Strecke mit Albanosystem und vielen weitern tückischen Bojen kennenzulernen.

Den weiteren sonnigen Frühlingstag verbrachten wir auf der Regattatribüne, um spannende Rennen zu verfolgen und abends stärkten wir uns mit Nudeln beim Italiener für den kommenden Renntag.

Dieser startete für uns schon sehr früh. Bereits vor dem Frühstück machten wir uns auf den Weg zum Regattaplatz, der trotz der (für Nicht-Ruderer) ungewohnten Uhrzeit schon ziemlich belebt war. Es tummelten sich schon einige Boote auf dem Wasser und auch wir drehten noch eine Runde auf dem Fühlinger See.

Zwei Stunden nach dem Frühstück startete auch schon unser erstes Rennen für den Tag. Hier mussten wir in einem vier-Boote-Feld unter die ersten drei kommen, um uns in die Liste der schnellsten 18 Boote einzugliedern, die am Nachmittag dann Rennen für das A-/B-/C-Finale ausfahren würden. Das schafften wir mit einem zweiten Platz im Vorlauf.

In den Zwischenläufen qualifizierten sich jeweils die ersten beiden für das A-Finale, der 3. Und 4. Platz für das B-Finale und der 5. und 6. Platz musste sich mit dem C-Finale zufrieden geben.

Wir, sowie unsere Trainerin Christina Schott, die uns neben der guten Vorbereitung durch tägliches Training und das Trainingslager auch durch eine perfekte Rennbesprechung gut auf das Rennen einstimmte, waren enttäuscht, dass beim Zwischenlauf nur ein fünfter Platz herauskam. Einen Start im B-Finale hatten wir uns eigentlich erhofft und hätten ihn in einem anderen Zwischenlauf auch erreicht, nun mussten wir aber versuchen, die bestmögliche Platzierung aus dem C-Finale herauszuholen.

Dafür mussten wir am Finaltag, dem Sonntag wach und auch nervlich passend eingestellt sein. Laut unserer Trainerin würde ersteres perfekt durch viertelstündiges Joggen vor dem Frühstück in strömenden Regen erreicht werden. Trotz Zweifel stellten wir danach fest, dass sie wieder einmal Recht hatte.

Voller positiver Gedanken und dem Ziel drittschnellstes Südteam-Boot zu werden, gingen wir das anstrengende Rennen über die 2000m Distanz an. Wir setzten uns gegen die hartnäckig dagegenhaltende Frankfurter Germania durch und wurden zweiter nach einem früh von unserer Schlagfrau Maike angesetzten Endspurt, der es in sich hatte.

Alles in allem waren wir zunächst mit einem 14. Platz bei der Kleinbootüberprüfung zufrieden, werden es uns aber auf jeden Fall als Ziel setzen, bei kommenden Regatten weiter vorne mitzumischen.

Nächstes Wochenende werden wir Mittelboote sowieso Großboote in Renngemeinschaften für die Juniorenregatta München trainieren, zu der wir dann wieder als vollständige Trainingsgruppe reisen werden.

 

Vivien Leutz

 

Kreiblattartikel:http://www.kreisblatt.de/sport/main-taunus-kreis/Wie-sich-das-harte-Training-fuer-Nassovias-Ruderer-bezahlt-machte;art800,836942