Glänzender Auftritt

Nassovia Höchst hatte nach den deutschen Meisterschaften Grund zum Feiern: Die Nachwuchs-Ruderer des Vereins erbeuteten Edelmetall.

Einmal Gold, einmal Bronze und dazu starke Platzierungen: Die Talente bestätigten bei den Titelkämpfen des Deutschen Ruder-Verbandes in Brandenburg die hervorragende Jugendarbeit der Nassovia Höchst. Björn Stanischewski holte sich im Junior-B-Wettbewerb (15 und 16 Jahre) im Vierer mit Steuermann über 1500 Meter den Titel, Vivien Leutz und Maike Stanischewski saßen in dem Achter, der bei den Juniorinnen A (17 und 18 Jahre) über 2000 Meter als Dritter über die Ziellinie fuhr. „Aber nicht nur die Medaillen, sondern auch die herausragenden Leistungen und Platzierungen zählen bei einer solchen Meisterschaft“, sagte der Vorstandsvorsitzende Rüdiger Dingeldey, der in der kleinen Feierstunde im Vereinsheim bei Schnittchen für alle und Sekt für die Erwachsenen auch die Platzierungen von Jean-Baptiste Monnet im Einer der Junioren A (10.) und von Johannes Steinbach im Zweiter der Juniorenklasse B (4.) würdigte.

 

„Wir haben noch einiges vor mit unserer Jugend – wenn sie denn will“, sagte Dingeldey und machte auch kein Geheimnis daraus, dass er „hochgradig stolz“ auf die Leistungen der Talente ist – besonders angesichts der Tatsache, dass Rudern ein extrem zeitaufwendiger Sport sei. Sechs Tage Training pro Woche, vor den Regatten sogar siebenmal, und dazu die Schule: Diesen Alltag müsse ein Nachwuchsruderer erst einmal „unter einen Hut bringen“ (Dingeldey). „Da muss man schon sehr organisiert sein. Aber das viele Training ist auch nötig, wenn man nicht nur hinterher fahren möchte“, weiß der Vereinsvorsitzende. Auch die Jungen müssten zudem stark auf Ernährung und Gewicht achten. „Das macht uns schon sehr stolz, dass sie so diszipliniert und auch noch erfolgreich sind“, sagte Dingeldey.

 

Feines Debüt für Schott

Anteil am Erfolg hat auch Christina Schott. Mit ihr hat Nassovia Höchst eine selbst sehr erfahrene und erfolgreich für den Verein geruderte Sportlerin als Jugendtrainerin. Nachdem sie zuerst dem ehemaligen Trainer Olaf Moll nur assistierte, übernahm sie vor der Saison das Kommando. „Das ist meine erste Saison als Trainerin und es war gleich so erfolgreich“, freut sich die junge Übungsleiterin. „Ziel war es, alle ins Finale zu bringen; ob ins große A-Finale oder ins kleinere B-Finale. Und das hat geklappt.“ Das Jahr kann sogar noch erfolgreicher werden. Ende September sind die hessischen Meisterschaften, denen Schott und ihre Schützlinge nach den jüngsten Erfolgen zuversichtlich entgegenblicken können.

Was den Reiz des Ruderns ausmacht? Darauf hat Jugendvertreter Jean-Baptiste Monnet eine Anwort: „Ich denke, das Gemeinschaftsgefühl. Nicht nur untereinander im Verein, sondern auch zu den Gegnern. Und die Belastung an der Obergrenze zu halten, um dann eine Medaille zu gewinnen.“ Ihm wie auch Maike und Björn Stanischewski – deren Mutter im Nassovia-Vorstand engagiert ist – wurde die Liebe zum Rudern sozusagen in die Wiege gelegt. Weil sein Opa im Verein gerudert habe, sei er schon als Kind immer dabei gewesen. Sollte es sich anbieten, möchte der angehende Abiturient auch über die Schule hinaus auf Leistungsniveau erfolgreich rudern. Mit Platz zehn bei den deutschen Meisterschaften hat er die Messlatte für den Erfolg selbst gelegt.

 

Quelle: http://www.kreisblatt.de/sport/main-taunus-kreis/Glaenzender-Auftritt;art800,924673

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