Höchster und Nieder Ruderer haben die Bootsspitze vorne

Die schon traditionelle Frankfurter Langstreckenregatta fand wie gewohnt am 1. Mai statt und wurde in diesem Jahr unter der Federführung der Frankfurter Rudergesellschaft Nied durchgeführt. An beiden Bootshäusern an der Wörthspitze wurden die Boote aufgebaut und an den Pritschen herrschte Hochbetrieb. Schließlich ruderten 51 Mannschaften in vierzehn Rennen um den Sieg und die begehrten Radaddelchen.

Von 9 Uhr bis 13 Uhr konnte gestartet und die 6 km lange Strecke in Angriff genommen werden. Bedingt durch dieses Zeitfenster gab es für die Zuschauer immer Mannschaft bei der Rennvorbereitung und dem Rennverlauf zu beobachten.

Ein hervorragender Aussichtspunkt.
Ein hervorragender Aussichtspunkt.

Der Start erfolgte auf Höhe der alten Schleuse. Zunächst gegen die Strömung ging es bis zur Wende unterhalb des Griesheimer Wehr und dann mit der Strömung wieder flussabwärts. Das Ziel lag auf gleicher Höhe wie der Start und die Zuschauer konnten hier ihre Mannschaften im Endspurt noch einmal kräftig anfeuern.

 

Die Sieger werden bei dieser Langstreckenregatta nicht im direkten Vergleich ausgefahren, sondern über den Zeitvergleich ermittelt. Deshalb mussten sich alle Ruderer gedulden und auf die Auswertung der Daten warten. Die Mannschaften, die Regattaleiter Sascha Ravens als Platzierte und Sieger der jeweiligen Rennen aufrief, heimsten so den Applaus aller Ruderer und Zuschauer ein. Die Erstplatzierten genossen diesen zusätzlich auf der eigens aufgebauten Tribüne. Wie Sascha Ravens herausstellte waren erstmals zehn Achtermannschaften auf der Strecke.

 

Nachdem die Sieger der Rennen ihre Radaddelchen aus den Händen von Gerhard Meuer, dem Vorsitzenden des Frankfurter Regattavereins und Dr. Dirk Stanischewski entgegengenommen hatten, ging es um die begehrten Wanderpokale.

Ein Doppel-Achter auf Siegerkurs?
Ein Doppel-Achter auf Siegerkurs?

So gewann die Germania Frankfurt den Preis für den schnellsten Vierer. In Höchst und Nied bleibt ein weiteres Jahr ein für die beiden Vereine ganz besonderer Preis. Der im letzten Jahr erstmals ausgefahrene Wade-Ernst-Platt-Wanderpokal ist zur Erinnerung an den Mitbegründer der Frankfurter Langstreckenregatta Wade-Ernst Platt von Hubert Stamm initiiert worden. Wade war lange Jahre im Vorstand der Nassovia aktiv und hat gemeinsam mit Bernd Ravens, dem Vorsitzenden des Nachbarvereins FRG Nied, die Idee einer Regatta im Westen Frankfurts umgesetzt.

Radaddelchen in Gold
Radaddelchen in Gold

Die schnellste Zeit des Tages fuhren Stefan Ehrhard, Detlef Glitsch, Wolfgang Becker, Martin Clark, Carsten Burke, Sascha Ravens, Bernd Ravens, Thomas Rupprecht und Steuerfrau Kati Chrysalidis im Doppel-Achter der Altersklasse C und konnten so diesen besonderen Pokal entgegennehmen. Sie bewältigten die 6 km Distanz in 21:41 Minuten.

 

In ähnlicher Zusammensetzung legten sie außerdem im Riemen-Achter gleich noch die zweitschnellste Zeit des Tages hin und legten damit den Grundstock für den Gesamtsieg der Nieder Ruderer an diesem Tag. Der Siegerpreis ist eine von Daggi Rinke gebackene Erdbeer-Sahne-Torte. Aber auch alle anderen Teilnehmer gingen nicht leer aus, wie das geplünderte Küchenbuffet zeigt.

 

Fotos der Langstreckenregatta und der Siegerehrung finden Sie unserer Bildergallerie