Ein Frühlingswochenende in London – Nassovia und Nied beim Head of the River Race

 

Am ersten Aprilwochenende war es wieder soweit. Eine fast vollständige Achtermannschaft - mit Bernd und Sascha Ravens, Rüdiger und Reinhard Dingeldey, Stefan Ehrhard, Deddy Glitsch, Wolfgang Becker und Steuerfrau Katerina Chrysalidis - traf sich samstags Morgen am Frankfurter Flughafen, um nach London zu fliegen. Das Vorhaben: Teilnahme beim Head of the River Race auf der Themse. Der fehlende Ruderer, Martin Clark, lebt ja seit Jahren wieder in England und kam mit dem Zug aus seinem Wohnort York in die „City that never sleeps“. Dieses Motto wird zwar normalerweise New York zugeschrieben. Wir finden jedoch, es passt auch zu London. Wir haben die Stadt jedenfalls inzwischen schätzen gelernt und fühlen uns dort sehr wohl. Entgegen aller Vorurteile zum englischen Klima hatten wir auch dieses Jahr wieder bestes Ruder- und Sight-Seeing-Wetter.

 

Sportlich lief es ebenfalls gut für uns. Wir hatten wieder ein gutes Leihboot aus York und das ruderische Konzept für das Rennen ging auf. Wir hatten uns vorgenommen, den Start nicht zu verschlafen, die Schlagzahl konstant hoch zu halten und – wenn möglich – mehrere Boote zu überholen. Der Start für die Veterans (offiziell „Masters“) erfolgte bereits um 9.00 Uhr sonntagmorgens bei schon relativ niedrigem Wasserstand. Nach kleinem Frühstück fuhren wir an die Regattastrecke und ruderten dann bei ablaufendem Wasser von Chiswick in östlicher Richtung nach Putney. Start, Schlagzahl und Überholmanöver gelangen, unter anderem auch wegen den von Steuerfrau Katerina angesagten 10er Druckspurts, die uns halfen, einige der vor uns gestarteten Boote zu „knacken“. Als Boot mit Startnummer 43 erreichten wir nach 20 Minuten 17 Sekunden das Ziel. Mit dieser Zeit haben wir es geschafft, den 25. Platz von über 200 gestarteten Booten zu erreichen. Damit sind wir bestes deutsches Boot geworden, neuntes Boot in der Altersgruppe C. Das erste Boot an diesem Sonntag hat eine Fabelzeit von 18 Minuten 45 Sekunden errudert, dann kam eine große Lücke bis zum zweiten Boot, das 19 Minuten und 25 Sekunden für die Strecke benötigte.

 

In Ergänzung zum sportlichen Teil bewegten wir uns auch kulturell und kulinarisch in der verbleibenden Zeit nach dem Rennen und am Folgetag auf höchstem Niveau. Regent’s canal, Camden Market, Carnaby Street, China Town, Trafalgar Square, Historic Museum, gute Burger, Fish n’ Chips und so manches Bierchen in Chiswick – Mensch, ging es uns gut.

 

Da man jedes Jahr wieder eine neue Startnummer zugeteilt bekommt, gilt für uns, „nach dem Rennen ist vor dem Rennen“. Es gibt also noch Ziele für künftige Starts, die Platzierung zu verteidigen oder sogar zu verbessern. Das Training wurde bereits aufgenommen.

 

 

 

 

Die Crew bei der Startvorbereitung auf der Themse: (v.l.n.r.) Kathi Chrysalidis, Rüdiger Dingeldey (Schlagmann), Stefan Ehrhard, Wolfgang Becker, Bernd Ravens, Detlef Glitsch, Martin Clark, Reinhard Dingeldey, Sascha Ravens.