World Masters Regatta in St. Catharines in Kanada


Vom 2.9. bis 5.9. fand die diesjährige World Masters Regatta in St. Catharines in Kanada, nahe an den Niagara Fällen statt. Aus Höchst sind Peter Antony-Spies und Gerhard Meuer nach Ontario geflogen.

Peter Antony-Spies hat nur den Einer in der Altersklasse H gemeldet und gewinnt ganz souverän seine Bootsklasse durch einen Start/Zielsieg bei sehr schwierigen Wasserbedingungen. Er ist selbst mehr wie überrascht und dankt dem Sieg auch Olaf Moll, der ihm in den letzten Wochen neue Trainingsanleitungen gegeben hat. Er kommt beim Rennen toll vom Start weg und führt schon bei 250 m leicht. Nur einer der 6 Gegner kann zu diesem Zeitpunkt noch folgen. Aber auch dieser muss bei 500 m abreisen lassen und Peter baut seinen Vorsprung bis ins Ziel immer weiter aus.

Gerhard Meuer hat 6 Rennen gemeldet und beginnt mit dem Achter der Altersklasse über 65 Jahre. Gegen 5 Gegner wird ein 3. Platz heraus gerudert.  Es folgt ein Vierer ohne Steuermann, der mit einem 2. Platz im Ziel ankommt. Wegen eines Hurikanausläufers wird die Regatta für 90 Minuten unterbrochen. Es folgt ein Vierer mit Steuermann  wo gegen sehr starke Gegner ein 3. Platz erzielt werden konnte.

Am Samstag soll ein Doppelvierer folgen.  Das Wetter spielt aber wieder nicht mit. Ausläufer des Hurrikans kommen durch. Wir liegen ganze 45 Minuten bei Extremwetter am Vorstart wegen drei Frauen 1x Rennen. Dann Regattaabbruch für 90 Minuten, für 120 Min. und für 180 Min., dann kompl. Abbruch, sehr schade, das Boot lief besser wie die Riemenboote. Wir verbringen den Nachmittag in Niagara on the Lak, besuchen Fort George und dann das Obst & Weingebiet. Sehr interessante, tolle Weingüter.

05.09. Ich freue mich auf den Mix G 4x, obwohl ich weder John Yasaitis, noch die USA Frau kenne, nur die kleine „Eva“ Schmidt. Wieder starker seitlicher Schiebewind. Wir haben das Steuer (auf 1!!) festgeklemmt. Toller Start im 6-Bootefeld. Nach 200 m führen wir schon gut, dann treiben wir ab und kommen in die Bällchen. Ich verliere beim zweiten Tusch den Skull, fange ihn wieder ein und fange direkt einen Krebs. Trotzdem bekomme ich ihn mit Gewalt zurück, wir sind wieder auf dem 4. Platz und fangen neu an. Das Boot hat Power und bei 500 m denke ich wir sind vorne, bis ich links noch etwas Rotes im Augenwinkel sehe. Occoquan USA ist auf Bahn 1 noch vor uns, doch nicht mehr lange. Bei der 750er Marke führen wir bereits und bauen den Vorsprung auf gut 5 Sekunden aus. Wir sind Happy, das hat dann doch keiner gedacht, nach der Panne am Anfang des Rennens.

Es folgt noch der Mix G 8+, wo wir vier deutsche Männer und zwei deutsche Frauen sind, dazu zwei US „Girls“. Nur ein Gegner, unglaublich denn in der Klasse über uns, in H sind es 8 Boote. Das Boot in unserem Lauf kommt aus Japan. Der Start/Zielsieg ist also kein Wunder, sondern nur eine Fahrt ohne Risiko und grobe Fehler. Bei diesen Bedingungen jedoch auch nicht einfach, wie viele sicher aussehende Boote erfahren mussten. Der Nachmittag gehört wieder dem Land und der Umgebung, so wie dies in der freien Zeit immer genutzt wurde.

Sowohl Peter, wie auch ich haben die Reise genutzt um vorher oder nachher Kanada zu bereisen und ein wenig Eindruck von Ontario zu gewinnen. Mich hat neben der Millionenstadt Toronto besonders die Hauptstatt Ottawa sowie der Algonquin Nationalpark im Norden der Provinz beeindruckt. Ich war fast 2.000 km unterwegs, freue mich aber auch wieder zurück in Europa zu sein.

Fazit, wir bringen 3 Siege mit nach Hause, eine gute Ausbeute die zugleich viel Hoffnung für das kommende Jahr macht. 2011 wird der Saisonhöhepunkt der Masters in Poznan stattfinden und 2012 wieder einmal in Deutschland, in Duisburg.

Gerhard Meuer