HORR ein Bauch Beine Po Ausflug nach London   22.3.2009

Veni vidi vici, wenigstens beinahe.Die Veteranengruppe Wolfgang Becker, Martin Clark, Rüdiger Dingeldey,Stefan Ehrhard, Detlef Glitsch, Udo Hennig, Bernd Ravens ergänzt um Carl, einen Vereinskameraden von Martin aus York, sowie Kati Chrysalidis traten beim Veterans HORR an.Das Head of the River Race auf der Themse in London ist sicher eines der imposantesten Achterrennen der Welt - und wir waren dabei.

Samstags tummelten sich deutlich über 400 Achter auf dem Wasser und gingen - wohlgeordnet von den Wasser-Marshalls - an den Start. Dieses Rennen konnte der mit derzeit aktiven Spitzen-Skullern aus aller Welt besetzte Achter in einer Zeit von rund 17 min für sich entscheiden.Sonntags, dem Tag, an dem die Älteren - und die Mannschaften, die samstags keinen Startplatz mehr bekommen haben - starten, waren es noch knapp 180 Boote, die auf die Strecke gingen.

Bei frühlingshaftem, gänzlich untypischem Englandwetter, genossen wir die beiden Tage in London. Samstags noch mit Zuschauen, Trainingsfahrt und Sight-Seeing beschäftigt, waren wir sonntags selbst aktiv. Das Leihboot aus York war uns trotz anfänglicher Skepsis wie auf dem Leib geschnitten, wir passten den Innenhebel der Riemen den Strömungs- und Windverhältnissen an und schossen mit Schlagzahlen nie unter 33 über die Strecke. Wir katapultierten uns mit Startnummer 47 auf den insgesamt 9. Platz in der Gesamtwertung (von 180) und auf den zweiten Platz in unserer Altersgruppe C. Unterwegs steuerte uns Kati in Ideallinie über die Strecke. Diese wurde nur mal kurz verlassen, wenn wir ein Boot überholten. We didn't cut the corner and stayed near to the banks - ganz, wie Martin es vorgegeben hatte. Nur 30 Sekunden hinter den Youngsters der Altersgruppe A und 14 Sekunden hinter dem 1. in unserer Altersgruppe.

Bei der zu rudernden Strecke handelt es sich im Übrigen um die gleiche Strecke, die kommendes Wochenende auch beim THE Boot Race, DEM Rennen zwischen den Universitätsmannschaften von Oxford und Cambridge gerudert wird. Dank der von Ebbe und Flut geprägten Strömung geht die Strecke schnell vorüber. Für uns blieb die Zeit bei 20:12 stehen. Auch im übertragenen Sinn blieb für uns die Zeit stehen. Wir verbrachten ein rundum gelungenes Wochenende, bei dem wir mit uns, unserer Leistung und dem Reisearrangement zufrieden waren.

Ach ja: Bauch - für einen schönen Bauch viel gegessen und Pind und Pitcher Bier genossen; Beine - dieselben trainiert und in Form gebracht durch viele, viele gelaufene Kilometer in London; Po - gerudert und wartend platt gesessen. So einen Event wiederholen wir gerne. Nach dem Head ist vor dem Head.
(Rüdiger Dingeldey)
Die Ergebnisse stehen beim Vesta RC.